Blutmehl ist ein Produkt mit hohem Proteingehalt, das aus dem Blut geschlachteter Tiere hergestellt und durch Wärmebehandlung verarbeitet wird. Es wird vor allem in Tierfutter und als stickstoffreicher Dünger eingesetzt.

Blutmehl ist ein wichtiges Produkt, das aus dem Blut geschlachteter Tiere gewonnen wird und hauptsächlich als proteinreiches Futterergänzungsmittel und stickstoffreicher Dünger verwendet wird. Es ist ein vielseitiges und nährstoffreiches Produkt. Dank sorgfältiger Verarbeitung und Einhaltung strenger regulatorischer Standards erfüllt es die Bedürfnisse verschiedener Branchen, nicht nur der Landwirtschaft. Es trägt zur Nachhaltigkeit der Produktion und zur Erfüllung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft bei. Interessieren Sie sich für Details wie den Herstellungsprozess, die Verwendung und den Nutzen von Blutmehl? Hier sind sie.

Was ist Blutmehl?

Es handelt sich um getrocknetes Blutpulver, das üblicherweise von Rindern und Schweinen gewonnen wird. Es wird durch Erhitzen von Blut hergestellt, um Feuchtigkeit zu entfernen, wodurch Krankheitserreger wirksam abgetötet werden und ein stabiles, langlebiges Produkt gewährleistet wird.

Herstellungsprozess

  1. Sammlung: In zugelassenen Einrichtungen wird Blut von geschlachteten Tieren gewonnen. Um eine einwandfreie Qualität des Endprodukts zu gewährleisten, ist es unerlässlich, Blut ausschließlich von gesunden Tieren zu entnehmen.
  2. Wärmebehandlung: Das gewonnene Blut wird einer Wärmebehandlung unterzogen, wodurch Feuchtigkeit und vorhandene Krankheitserreger beseitigt werden.
  3. Mahlen: Das getrocknete Blut wird zu einem feinen Pulver gemahlen und so entsteht das Endprodukt – Blutmehl.

Verwendung von Blutmehl

Die Verwendung unterscheidet sich je nach Branche, typischerweise als:

  • Futtermittel
    • Proteinergänzung: Blutmehl ist eine reichhaltige Proteinquelle und liefert wertvolle essentielle Aminosäuren für Wachstum und Gesundheit der Tiere. Wohin es darf, hängt allerdings von der Tierart ab, aus der es stammt:
      • Rechtlich ist Blutmehl ein verarbeitetes tierisches Protein; die Verordnung (EU) Nr. 142/2011 nennt es in dieser Begriffsbestimmung ausdrücklich. Für Blutmehl gilt deshalb das Verfütterungsverbot der Verordnung (EG) Nr. 999/2001.
      • An Wiederkäuer darf tierisches Protein nicht verfüttert werden. Für die übrigen Nutztiere gelten benannte Ausnahmen: Geflügel darf verarbeitetes tierisches Protein von Schweinen bekommen, Schweine dürfen es von Geflügel bekommen. Zurück an dieselbe Art darf es nicht.
      • Heimtierfutter fällt nicht unter das Verfütterungsverbot, weil Hund und Katze keine Nutztiere sind. Für Tiere in Aquakultur gibt es eine eigene benannte Ausnahme für verarbeitetes tierisches Protein von Nichtwiederkäuern.
  • Dünger
    • Stickstoffquelle: Blutmehl ist reich an Stickstoff, einem für das Pflanzenwachstum notwendigen Nährstoff. Es wird häufig als organischer Dünger zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit verwendet.
    • Nachhaltige Landwirtschaft: Es fördert nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken, indem es eine natürliche Alternative zu chemischen Düngemitteln bietet.

Für die Herstellung von Blutmehl gilt zudem eine mildere Regel als für andere Proteinmehle von Säugetieren. Diese müssen grundsätzlich der Drucksterilisation nach Methode 1 unterzogen werden; Schweineblut und Bestandteile davon dürfen für Blutmehl stattdessen nach einer der Methoden 1 bis 5 oder nach Methode 7 verarbeitet werden, bei Methode 7 unter der Bedingung einer Hitzebehandlung bei einer Kerntemperatur von 80 °C.

Drei Vorteile von Blutmehl

  • Reich an Nährstoffen: Enthält einen hohen Anteil an Proteinen und essentiellen Aminosäuren für die Tierernährung.
  • Bodenanreicherung: Es stellt eine Stickstoffquelle mit langsamer Freisetzung dar, die die Bodengesundheit und das Pflanzenwachstum verbessert.
  • Nachhaltigkeit: Es nutzt tierische Nebenprodukte, reduziert dadurch Abfall, unterstützt eine nachhaltige Landwirtschaft und erfüllt die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.