Grieben (GRE)
Grieben (englisch Greaves, Abkürzung GRE) sind ein Nebenprodukt des Verarbeitungsprozesses, zu dem auch die festen Rückstände nach der Gewinnung von Fetten aus tierischen Geweben gehören.
GRE ist ein Code aus den Listen der zugelassenen und registrierten Betriebe für den Umgang mit tierischen Nebenprodukten. Diese Listen werden nach der Verordnung 1069/2009 geführt und im System TRACES NT verwendet.
Grieben sind feste Rückstände, die nach dem Auslassen von Tierfett zurückbleiben. Dieses Verfahren wird von der verarbeitenden Industrie genutzt, um Fette wie Schmalz, Talg und andere Fettgewebe aus verschiedenen tierischen Geweben abzutrennen. Beim Ausschmelzen werden Fette auf hohe Temperaturen erhitzt, wodurch das flüssige Fett abgetrennt wird, während die festen Reste (Fleischteile, Haut, Sehnen usw.) – also Grieben – zurückbleiben. Grieben sind ein interessantes Nebenprodukt mit einem breiten Anwendungsspektrum, das mehrere Branchen umfasst.
Chemische Zusammensetzung
Grieben bestehen hauptsächlich aus Proteinen, Mineralien, einer kleinen Menge Restfett und Wasser. Ihr Nährwert variiert je nach Herkunft und Art des verarbeiteten Gewebes, sie enthalten jedoch in der Regel einen erheblichen Anteil an Eiweiß sowie Fett und Asche (Mineralstoffe).
Verwendung von Grieben
Früher wurden Grieben als energie- und nährstoffreiches Lebensmittel verwendet. Sie sind noch heute bei Hausschlachtungen in Dörfern ein beliebtes Produkt. Heute werden sie auch von der Futtermittelindustrie als Proteinquelle für Tiere genutzt. Der hohe Proteingehalt macht Grieben zu einem geeigneten Rohstoff für die Herstellung von Heimtierfutter.
Hygienische und gesetzliche Anforderungen
Grieben werden aus tierischen Rohstoffen hergestellt, daher unterliegen ihre Herstellung und Verwendung strengen Hygiene- und gesetzlichen Standards. In Europa (und anderen Regionen) gibt es Regeln für die sichere Verarbeitung und Lagerung, die Risiken wie eine Kontamination durch Bakterien oder andere Krankheitserreger verhindern. Diesen Standards folgen wir bei PEPITO selbstverständlich auch.
Grieben für Futtermittel und Grieben aus der Hausschlachtung sind nicht dasselbe
Das Wort Grieben trägt zwei Bedeutungen, die in der Praxis verwechselt werden. Der Unterschied liegt nicht darin, wie sie entstehen, sondern woher der Rohstoff stammt und nach welcher Vorschrift mit ihnen umgegangen wird.
Grieben für den menschlichen Verzehr regelt die Verordnung (EG) Nr. 853/2004. Der Rohstoff muss von Tieren stammen, die bei der Schlachttier- und Fleischuntersuchung als für den menschlichen Verzehr geeignet beurteilt wurden, und die Vorschrift legt auch die Lagerbedingungen fest. Diese richten sich danach, wie heiß ausgeschmolzen wurde und wie viel Wasser in den Grieben geblieben ist:
- bei höchstens 70 °C gewonnen: bei höchstens 7 °C für längstens 24 Stunden oder bei −18 °C und darunter
- bei über 70 °C gewonnen, Feuchtigkeitsgehalt mindestens 10 %: bei höchstens 7 °C für längstens 48 Stunden oder bei −18 °C und darunter
- bei über 70 °C gewonnen, Feuchtigkeitsgehalt unter 10 %: keine besonderen Lagervorschriften
Grieben als tierisches Nebenprodukt der Kategorie 3 regeln die Verordnungen 1069/2009 und 142/2011. Sie gehen nicht in den menschlichen Verzehr, ihr Weg führt in Futtermittel, bei uns konkret in Hunde- und Katzenfutter. Die Begriffsbestimmung ist in beiden Vorschriften praktisch dieselbe; erst das Regime unterscheidet sich.
Was bei Grieben deklariert wird
Der Katalog der Einzelfuttermittel führt Grieben als eigenes Einzelfuttermittel und schreibt dazu Pflichtangaben vor: Rohprotein, Rohfett, Rohasche und Feuchte, wenn sie 8 % übersteigt. Das sind genau die Angaben, nach denen die Qualitätskontrolle des Abnehmers fragt. Wir verkaufen verarbeitetes tierisches Protein (Grieben) 70P, also die getrocknete Proteinfraktion mit mindestens 70 % Rohprotein.