Methode 4 (Verarbeitung von TNP)
Methode 4 zur Verarbeitung tierischer Nebenprodukte umfasst detaillierte Verfahren für deren sichere und wirksame Handhabung und gewährleistet die Einhaltung der EU-Vorschriften.
Methode 4 der Verarbeitung tierischer Nebenprodukte (TNP) ist für die effektive Handhabung dieser Produkte von entscheidender Bedeutung. Sie gewährleistet ihre sichere und effiziente Verarbeitung und minimiert so Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier. Dieses Verfahren entspricht den strengen EU-Standards, gewährleistet eine hohe Qualität und Sicherheit der behandelten Produkte und unterstützt deren vielseitige industrielle Verwendung.
Technische Details zu Methode 4
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Reduzierung der Partikelgröße: Tierische Nebenprodukte müssen zu Partikeln verarbeitet werden, die nicht größer als 30 Millimeter sind. Hierzu kommen spezielle Maschinen zum Einsatz, deren Effektivität täglich überprüft werden muss. Sollten Unstimmigkeiten festgestellt werden, muss die Anlage vor der weiteren Nutzung umgehend repariert werden.
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Wärmebehandlung: Nach Reduzierung der Partikelgröße müssen die Nebenprodukte in einem Behälter mit Fettzusatz erhitzt werden – um bestimmte Temperaturen zu erreichen, die eine gründliche Sterilisation gewährleisten:
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auf über 100 °C für mindestens 16 Minuten
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auf über 110 °C für mindestens 13 Minuten
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auf über 120 °C für mindestens 8 Minuten
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auf über 130 °C für mindestens 3 Minuten
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Verarbeitungssysteme: Die Verarbeitung kann in Systemen zur chargenweisen oder kontinuierlichen Verarbeitung erfolgen, was eine flexible Produktion und Anpassung an spezifische Anforderungen ermöglicht.
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Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Die Einhaltung dieser Verarbeitungsstandards stellt sicher, dass die behandelten TNP für die anschließende Verwendung sicher sind. Bei Material der Kategorie 3 gehören dazu auch Futtermittel. Mit Methode 4 ausgeschmolzenes Fett darf sowohl in Futtermittel für Nutztiere als auch in Heimtierfutter; bei Proteinmehlen von Säugetieren ist Methode 4 nur dann zulässig, wenn das Erzeugnis ausschließlich für Heimtierfutter bestimmt ist, in dafür vorgesehenen Behältnissen und im Direkttransport. Daneben bleiben die Energiegewinnung, die Düngemittelherstellung und andere technische Anwendungen bestehen.
Das zugesetzte Fett ist es, wodurch sich Methode 4 unterscheidet
Methode 4 stellt an die Partikelgröße dieselbe Anforderung wie Methode 3, nämlich bis 30 mm, hat aber deutlich kürzere Zeiten: 8 Minuten über 120 °C gegenüber 13 Minuten, und als einzige der vier ermöglicht sie ein Regime unter fünf Minuten, konkret 3 Minuten über 130 °C.
Den Unterschied macht ein einziger Satz in der Vorschrift: Das Material muss in einen Behälter mit zugesetztem Fett gegeben und erst dort erhitzt werden. Es ist das einzige der vier Verfahren, das dies verlangt, und zugleich das einzige, das in den Bereich einzelner Minuten kommt. Die Verordnung nennt keinen Grund dafür; Fett leitet die Wärme allerdings wesentlich besser als die Luft zwischen den Partikeln, sodass sich der Kern schneller durchwärmt.
Für den Abnehmer folgt daraus etwas Praktisches: Eine kürzere Zeit bei höherer Temperatur bedeutet keine mildere Behandlung. Alle vier Methoden zielen auf dieselbe Sicherheitsstufe, sie gehen nur auf verschiedenen Wegen dorthin.