Methode 5 für die Verarbeitung tierischer Nebenprodukte umfasst spezifische Verfahren für deren Behandlung, um deren sichere Handhabung und Verwendung gemäß den EU-Vorschriften zu gewährleisten.

Methode 5 der Verarbeitung tierischer Nebenprodukte (TNP) umfasst spezifische Verfahren zu deren Behandlung, um eine sichere Handhabung und Verwendung zu gewährleisten. Der Schwerpunkt dieser Methode liegt auf der Verarbeitung von TNP auf eine Weise, die Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier minimiert und gleichzeitig die Sicherheitsstandards strikt einhält.

Technische Details zu Methode 5

  1. Reduzierung der Partikelgröße: TNP müssen mit geeigneten Anlagen zu Partikeln verarbeitet werden, die nicht größer als 20 Millimeter sind. Die Effektivität der Anlagen muss täglich überprüft und der Zustand protokolliert werden. Werden größere Partikel gefunden, muss der Prozess gestoppt und die Anlage repariert werden, bevor die Verarbeitung fortgesetzt werden kann.

  2. Warmverarbeitung und Pressen: Nach der Reduzierung der Partikelgröße müssen die TNP erhitzt werden, bis sie koagulieren. Anschließend wird das Material gepresst, um Fett und Wasser aus dem Proteinmaterial zu entfernen. Dieses muss dann auf bestimmte Temperaturen weiter erhitzt werden:

    • auf über 80 °C für mindestens 120 Minuten

    • auf über 100 °C für mindestens 60 Minuten

  3. Verarbeitungssysteme: Die Verarbeitung kann in Systemen zur chargenweisen oder kontinuierlichen Verarbeitung erfolgen, was für Flexibilität im Betrieb sorgt.

  4. Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Die Einhaltung dieser Verarbeitungsstandards stellt sicher, dass die behandelten TNP für die anschließende Verwendung sicher sind. Bei Material der Kategorie 3 gehören dazu auch Futtermittel. Mit Methode 5 ausgeschmolzenes Fett darf sowohl in Futtermittel für Nutztiere als auch in Heimtierfutter; bei Proteinmehlen von Säugetieren ist Methode 5 nur dann zulässig, wenn das Erzeugnis ausschließlich für Heimtierfutter bestimmt ist, in dafür vorgesehenen Behältnissen und im Direkttransport. Daneben bleiben die Energiegewinnung, die Düngemittelherstellung und andere technische Anwendungen bestehen.

Methode 5 ist die einzige, die das Abtrennen des Fettes beschreibt

Die Methoden unterscheiden sich meist nur in Zahlen. Methode 5 unterscheidet sich auch dadurch, was in ihrer Beschreibung zusätzlich steht: Das Material wird erhitzt, bis es koaguliert, und anschließend werden Fett und Wasser aus dem proteinartigen Material ausgetrieben. Erst dieses entfettete proteinartige Material wird weiter erhitzt.

Es ist das einzige der sieben Verfahren, dessen eigener Text diesen Schritt enthält. Die übrigen beschreiben nur Zerkleinerung und Erhitzung; das Trennen von Fett und Protein kommt in ihnen nicht vor. Methode 5 entspricht damit am ehesten dem, was im Betrieb tatsächlich geschieht: Aus einem Rohstoff entstehen ausgeschmolzenes Fett und Proteinmehl zugleich.

Die zweite Besonderheit sind die Randwerte. Methode 5 verlangt die feinste Zerkleinerung aller sieben (20 mm) und hat zugleich die niedrigste vorgeschriebene Temperatur (80 °C). Beides hängt zusammen: Je feiner das Material, desto schneller wird es durchwärmt, also genügt mildere Hitze, dafür aber lange, nämlich 120 Minuten. Der Vergleich aller Methoden steht in der Tabelle bei Methode 1.